Update: Geotagging
Vor kurzem habe ich von meinem Vater einen neuen Tipp bekommen, zwecks Geotagging. Das Programm nennt sich Pictomio und ist Freeware. Für Fans von tollen Animationen beim Bilder anschauen bietet es verschiedene Möglichkeiten. Was für mich interessanter ist, ist die Funktion seine Bilder mit Geotags zu versehen.
Bei Pictomio kann man sogar auswählen, welches Kartenmaterial man verwenden möchte. Angeboten werden die Karten von Google und die von Microsoft. Je nach Vorliebe kann man sich beim ersten Aufruf festlegen oder über Optionen – Einstellungen die Karten wechseln.
Das Tagging an sich funktioniert ganz einfach per Drag and Drop. Oben hat man eine Leiste mit seinen Bildern und kann diese dann einfach in die Karte ziehen. Für Änderungen kann man die Bilder einfach auf der Karte verschieben.
Bisher bietet Pictomio die mit Abstand komfortabelste Möglichkeit zum Geotagging. Weiterhin bietet das Programm hauptsächlich Möglichkeiten zum Anschauen und Organisieren der Bilder. Außerdem kann man sich Pictogramme anzeigen lassen und die Bilder als Slideshow betrachten. Ein weiteres praktisches Feature ist die Uploadfunktion. Hier werden die meisten Bildercommunities angeboten. Zur Verfügung stehen Picasa, photobucket, locr, facebook, flickr und ImageShack.
Aufgrund der Uploadfunktion könnte dieses Programm sicher für viele Leute nützlich sein. Leider fehlt mir die Funktion, Bilder zu bearbeiten. Außer den EXIF-Daten kann man an seinen Bilder nicht viel verändern.
Fazit: Pictomio ist ein interessanter Einstieg ins Geotagging und bietet dabei komfortable Möglichkeiten dies umzusetzen. Darüber hinaus ist es allerdings für mich wenig sinnvoll.
Geotagging
Beim Geotagging werden die Koordinaten des Aufnahmestandpunktes in die Metadaten des Bildes gespeichert. So lassen sich die Bilder in einer Karte wie z.B. Google Earth darstellen. Einfach wäre es, wenn man einen GPS-Empfänger hat und den immer beim Fotografieren dabei hat. Aber das finde ich zu einfach.
Viel schöner finde ich es, sich die Standorte der Bilder aus Satellitenfotos rauszusuchen, so kann man den Ausflug oder Urlaub noch mal Revue passieren lassen.
Zum Thema habe ich 3 kostenlos erhältliche Programme getestet und möchte diese hier kurz vorstellen:
Microsoft Pro Photo Tools 2
Pro Photo Tools 2 ist ein kostenloses Programm von Microsoft zum Anzeigen und Bearbeiten von Meta- und Geodaten.
Pro:
- die “Bird’s Eye”-Ansicht von Microsoft Virtual Earth ist einfach genial
- Schreiben von EXIF- und IPTC-Daten für ein oder mehrere Bilder
Contra:
- Bilder die bearbeitet werden sollen, müssen einzeln oder ordnerweise ins Programm geladen werden
- Performance mit meinem T8300 DualCore-Prozessor lässt zu wünschen übrig
- laut Beschreibung kann das Programm mit RAW-Daten umgehen, leider nicht mit meinen von der EOS
Link zu Microsoft Pro Photo Tools
GeoSetter
GeoSetter für Windows ist Freewareprogramm von Friedemann Schmidt zum Speichern und Bearbeiten von Geo- und Metadaten.
Pro:
- Schreiben von EXIF- und IPTC-Daten für ein oder mehrere Bilder
- liest und schreibt auch Metadaten von RAW-Bildern
- direkte Einbindung von Google-Maps im Programm
- einfaches und schnelles Festlegen der Geodaten auch für mehrere Bilder gleichzeitig
- Export der Daten nach Google Earth
Contra:
- die Filterfunktion ist gut aufgebaut, allerdings bei sehr vielen Bildern viel zu langsam ( ca. 3 Minuten bei 3000 Bildern)
- keine Bildvorschau auf der Karte
Picasa mit Google Earth
Picasa 3 ist ein Bildverwaltungs- und Bildbearbeitungsprogramm von Google. In Verbindung mit Google Earth lassen sich auch damit Geodaten in Fotos einbinden. Es beinhaltet weitere Funktionen zum direkten Bestellen von Abzügen und zum Erstellen von Fotopräsentationen.
Pro:
- schnelle Such- / Filterfunktion
- einfache Bearbeitungsmöglichkeiten für die Bilder
- bearbeitet auch RAW-Bilder und kann diese in jpg umwandeln
- Darstellung der bereits bearbeiteten Bilder in Google Earth
- Möglichkeit die Bilder in Webalben hochzuladen
- schöner Bildbetrachter der die Windows-Fotogalerie ersetzt
Contra:
- kein direktes Bearbeiten der EXIF- / IPTC-Daten, “nur” die Vergabe von Tags ist möglich
- zum Festlegen der Geodaten wird ein extra Programm (Google Earth) geöffnet
- es kann immer nur ein Bild nach dem anderen getaggt werden / bzw. alle der ausgewählten Bilder werden mit dem gleichen Standpunkt versehen
Fazit:
Alles in allem ist keines der vorgestellten Programme perfekt. Zur allgemeinen Verwaltung und schnellen Bearbeitung werde ich wohl zukünftig Picasa verwenden. Zum Setzen der Geotags werde ich allerdings auf GeoSetter zurückgreifen.
Die hier von mir aufgeführten Punkte sind natürlich nur subjektive Eindrücke. Ich hoffe ich konnte aber ein paar Einblicke in die Programme geben und vielleicht ein wenig Interesse wecken, eure eigenen Bilder auch mal mit Geotags zu versehen.


