Meine neue Kleine: Samsung WB-500
Schon seit längerem war ich auf der Suche nach einer neuen Kompakten, die zur Not auch mal die Spiegelreflex ersetzen kann. Nun bin ich mit der Samsung WB500 fündig geworden. Die Suche war nicht einfach, denn meine Ansprüche waren hoch. Im folgenden wird beschrieben, wie ich mich für diese Kamera entschieden habe und wie sie sich nun in den einzelnen Kriterien schlägt.
Brennweite
Mir war wichtig, dass die Kamera ein leichtes Weitwinkelobjektiv besitzt. Die WB-500 hat nun sogar eine Anfangsbrennweite von nur 24 mm (KB-äquivalent) und das macht sich schon sehr stark bemerkbar. Nach oben hin reicht die Brennweite bis 240 mm (KB), man hat also einen 10-fach Zoom zur Verfügung. Hier mal zum Vergleich ein Bild mit 24 mm und eins mit 240 mm:
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Bildqualität
Die Bildqualität zu beurteilen ist natürlich nicht leicht, aber dazu gibt es ja eine Menge Tests im Internet und auch Vergleiche zu den Konkurenten. Ein Vergleich mit der Canon EOS 450D könnte ich natürlich machen, aber das wäre unfair. Deswegen habe ich für Interessierte mal eine ISO-Reihe angefertigt, damit kann sich dann jeder selbst ein Bild machen. Bei Klick aufs Bild gibt es jeweils eine 100%-Ansicht, bei ISO3200 reduziert sich die Auflösung auf 3 Megapixel, dadurch ist der Ausschnitt etwas größer.
manueller Modus
Ein weiteres Kaufkriterium war, etwas mehr Kontrolle über das zu haben, was die Kamera tut, wenn ich es möchte. Oft wird man diese Funktionen bei einer Kompakten zwar nicht nutzen, aber wenn man es doch einmal braucht, dann hat man es. Manuell einstellen kann man den Fokusbereich, die Belichtungsmessung, ISO-Werte, Belichtungskorrektur, Weißabgleich, Blitzbelichtungskorrektur und sogar Blende, Belichtungszeit und Fokus. Bestimmt habe ich noch etwas vergessen, aber das ist doch schon eine Menge und kann unter Umständen einmal viel Wert sein.
HD-Video
Ein weiterer Punkt meiner Kriterienliste war die Möglichkeit HD-Videos aufzunehmen. Ich finde es persönlich wichtig, wenn man auch mal spontan ein kleines Video drehen kann. Natürlich kann man die Qualität nicht mit einem aktuellen HD-Camcorder vergleichen, aber das will ich auch nicht. Für eine Digitalkamera ist die Videoqualität doch sehr gut. Sie nimmt Videos mit einer Auflösung von 1280 x 720 mit bis zu 30 Bildern / s auf. Ein Stereo Mikrofon ist auch verbaut und man kann auch während des Filmes zoomen, was allerdings ein leises Geräusch verursacht.
Batteriegriff
Eins möchte ich gleich mal vorweg nehmen: Dieser Batteriegriff ist das Beste was meiner Kamera je passiert ist! Und nun von Anfang an. Vor etwa 3 Monaten habe ich diesen Batteriegriff bekommen und seitdem hat er die Kamera nicht mehr verlassen. Höchstens mal um sie auf das Gorilla-Pod zu schrauben, denn das wäre dann wohl etwas zuviel.
Folgende Vorteile hat so ein Griff:
- vergrößert die Grifffläche sowohl im Hochformat als auch im Querformat (das ist gerade bei meinen großen Händen sehr praktisch)
- ein zusätzlicher Auslöser fürs Hochformat
- bessere Gewichtsverteilung bei schweren Objektiven
- mehr Power durch 2 Akkus (man kann die Kamera sogar mit 6 AA Batterien betreiben)
Als Nachteil fällt mir eigentlich nur das höhere Gewicht ein, aber wie schon gesagt ist das für mich gleichzeitig auch ein Vorteil, zumindest beim Fotografieren. Beim Tragen macht sich das schon eher bemerkbar.
Canon EF 50mm 1,8
Jetzt ist es schon ziemlich lange her, dass ich Teile meiner Ausrüstung vorgestellt habe. Diese Auflistung möchte ich nun mal wieder auf den aktuellen Stand bringen, denn in den letzten Monaten ist doch einiges dazu gekommen. Den Anfang macht heute das Canon EF 50mm 1,8.
Dieses Objektiv ist wohl eines der beliebtesten Objektive auf dem Markt, sowohl bei Nikon (Nikon AF D 50mm 1,8) als auch bei Canon. Das hat zwei einfache Gründe: 1. es ist wirklich günstig (um die 100 Euro) und 2. gibt es einem mit der Blende 1,8 sehr viel gestalterische Freiheit, was die Schärfentiefe angeht.
Mein erster Eindruck als ich es ausgepackt habe: “Huch, was ist das denn für ein Mini-Teil”. Naja, es kommt ja nicht immer auf die Größe an, oder doch? Auch wenn es so klein und komplett aus Plastik (bis auf die Linsen natürlich) ist, überzeugt es doch bei den Ergebnissen. Allerdings war ich am Anfang schon überrascht von der geringen Schärfeebene bei Offenblende. Da muss man erst ein wenig üben und die Blende auch mal variiren, bis das Ergebnis stimmt. Was bei mir auf Anhieb geklappt hat, sind Feuerbilder. Es sieht toll aus, wenn man so kurze Verschlusszeiten verwenden kann.
Außerdem eignet es sich an einer Crop-Kamera ganz gut als Portraitobjektiv.
Canon 55-250 vs. Tamron 70-300
Ich habe mir ein neues Tele-Objektiv geleistet: Das Canon EF-S 55-250 4-5.6 IS. Natürlich bietet sich da ein Vergleich mit meinem Tamron AF 70-300mm 4-5.6 Di LD Macro 1:2
an. Auf den ersten Blick scheint es natürlich ein Vergleich zweier verschiedener Klassen zu sein, doch denke ich, dass es sich bei beiden um Einsteigerobjektive handelt die gerne und oft gekauft werden.
Canon EF-S 55-250 IS
Vorteile:
- Bildstabilisator
- schneller und präziser Autofokus
- leichter und kompakter als das Tamron
- perfekte Ergänzung zum 18-55 Kit-Objektiv ( auch die gleiche Filtergröße)
Nachteile:
- höherer Preis (fast das Doppelte)
- keine Gegenlichblende im Lieferumfang
Tamron AF 70-300
Vorteile:
- größere Brennweite als das Canon-Objektiv
- geringer Preis und Gegenlichtblende im Lieferumfang
- Makrofunktion: Naheinstellgrenze von 0,95 m ab 180 mm Brennweite
Nachteile
- Autofokus laut und langsam und in Verbindung mit meiner Canon EOS 450D auch nicht wirklich genau
Brennweitenvergleich
Autofokus und Schärfe
Die beiden folgenden Bilder sind 100% Ausschnitte und sollen den Unterschied zwischen der Fokussierung darstellen. Beide Aufnahmen wurden mit Stativ, ohne Bildstabilisator, mit Spiegelvorauslösung und Kabelfernauslöser gemacht.
Mein Fazit: Die Verarbeitung ist bei beiden Objektive ähnlich gut. Allerdings scheint beim Tamron die Streuung etwas größer zu sein als bei Canon (siehe Bewertungen bei Amazon). Wenn man also ein gutes Tamron erwischt bzw. manuell fokussiert, erhält man für einen geringen Preis ein gutes, für den Anfang ausreichendes Telezoom. Ich persönlich bin allerdings mit dem Neuen sehr zufrieden. Die kleinere Brennweite macht mir nichts aus und der Bildstabilisator ist wirklich genial, auch wenn man seinen Einsatz hören und sehen kann. Laut Bedienungsanleitung kann er bis zu 4 Blendenstufen ausgleichen.
Fernauslöser
Heute möchte ich ein weiteres Teil meiner Ausrüstung vorstellen. Für spezielle Bereiche der Fotografie ist er unerlässlich: der Fernauslöser. Es gibt Fernauslöser mit Kabel, es gibt sie mit Infrarot und manche haben sogar eine Funkübertragung. Meiner ist ganz einfach mit Kabel:
Canon RS60-E3
Der Fernauslöser bietet genau 3 Funktionen: fokussieren (halb gedrückt), auslösen (ganz gedrückt) und arretieren. Mehr braucht man ja auch nicht. Das Kabel ist ca. 60 cm lang. Einige bemängeln das bei Amazon, aber ich habe damit noch keine Probleme gehabt. Ich hab dafür lange Arme.
Da ich den Auslöser hauptsächlich benutze, um nicht zu verwackeln, brauche ich auch keinen ohne Kabel. Nachteil bei Infrarot Auslösern ist der vorne am Gehäuse sitzende Empfänger, auf den man beim Auslösen zielen muss.
Fazit: Ein kleines einfaches Zubehör, dass seinen Zweck erfüllt. Für Makro- und Nachtaufnahmen ein Muss.
