Tag 5 in Rom: Petersdom, Trevibrunnen, Santa Maria degli Angeli e dei Martiri
Unser 5. Tag beginnt etwas früher. Als erstes steht der Petersdom auf dem Programm und da wir in den letzten Tagen schon gesehen haben, wie lang die Schlange werden kann, wollen wir lieber etwas früher da sein. Kurz vor neun Uhr stehen wir in der noch recht kurzen Schlange vor den Sicherheitskontrollen. Es ist wie am Flughafen, man muss durch einen Metalldetektor und das Gepäck wird durchleuchtet. Nur, dass hier niemand auf die Monitore schaut.
Egal, wir sind durch und steuern direkt auf den Eingang zum Aufstieg auf die Kuppel zu. Hier kann man sich entscheiden, ob man für den Aufzug extra zahlen möchte oder lieber den ganzen Weg zu Fuß zurück legt. Aber wir sind ja noch jung, also nehmen wir den Aufzug. Der Aufzug nimmt uns etwa die Hälfte des Weges ab. Bleiben aber immernoch 320 Stufen. Diese führen teils im Kreis, teils im Zickzack und auch ein kleines, atemraubendes Stück im Inneren, auf die 132 m hohe Kuppel. Der Ausblick ist, wie alles in Rom, gigantisch, atemberaubend und überwältigend. Da fehlen einem einfach die richtige Worte.
Der Abstieg fällt etwas leichter als der Aufstieg. Man kommt direkt im Innenraum des Petersdoms raus und ist schon wieder überwältigt. Das nimmt einfach kein Ende hier. Aber das ist ja positiv. Wir versuchen also alles in uns aufzunehmen, was wirklich schwer fällt in diesen Dimensionen.
Diese Kirche hat eine Grundfläche von 15000 m² und es haben ca. 20000 Menschen darin Platz. Man kann sich das kaum vorstellen, wenn man es nicht gesehen hat. Mit “offenem Mund” verlassen wir den Vatikan und laufen auf der von Mussolini geplanten Via della Conciliazione zur Engelsburg. Leider stehen wir hier vor verschlossenen Toren. Das ist immer das Problem im Urlaub. Man verliert völlig das Zeitgefühl. Heute ist natürlich Montag und da haben die Museen in Rom geschlossen.
Egal, dann machen wir das ein anderes Mal. Auf dem Programm für heute steht ja noch einiges. Wir gehen also über die Engelsbrücke und biegen dann nach links Richtung Osten ab. Wir trinken noch einen Caffè auf italienische Art: al banco – im stehen an der Bar. Nach dem Caffè gehen wir weiter durch die engen Gassen und kommen an einer riesigen Eisdiele vorbei.
Da können wir natürlich nicht einfach weitergehen. Die Entscheidung fällt schwer, denn es gibt gezählte 120 verschiedene Sorten. Weiter gehts vorbei am Palazzo Montecitorio über die Piazza Colonna zum Trevi-Brunnen. Hier verweilen wir ein wenig. Wir werfen unsere Münzen in den Brunnen und machen uns dann wieder auf den Weg. Die nächste Station ist der Quirinalsplatz. Hier lassen wir uns auf der Treppe nieder und genießen die Aussicht auf die Stadt. Nachdem wir uns ein paar Minuten ausgeruht haben, gehen wir weiter auf der Via Quirinale über die Piazza dei Quattro Fontane zur Piazza Barberini. Wir suchen uns ein Lokal für’s Mittagessen. Die Empfehlung unseres Reiseführers hat heute leider Ruhetag. So nehmen wir in einem kleinen Café platz und essen wirklich schlechte Spaghetti alla carbonara.
Mehr oder weniger gestärkt gehen wir jetzt weiter zum Platz der Republik. Auf dem Weg kommen wir noch an der Kirche Santa Maria della Vittoria vorbei. Leider ist diese Kirche, wie so viele andere kleine Kirchen auch, um die Mittagszeit geschlossen. Bei der nächsten Kirche auf dem Programm kann uns das nicht passieren, sie ist groß und hat daher durchgehend geöffnet – die Kirche Santa Maria degli Angeli e dei Martiri. Sie wurde in den Ruinen der Diokletiansthermen errichtet und lässt einen sich vorstellen, welche Dimensionen die Badeanstalten von damals hatten.
Wir gehen noch weiter, denn ganz in der Nähe steht eine weitere Patriarchalbasilika – Santa Maria Maggiore. Diese ist leider geschlossen, so trinken wir noch einen Cappuccino mit Blick auf die Kirche. Es fängt an zu regnen, wir sind genug gelaufen für heute und fahren mit dem Bus vom Hauptbahnhof aus zurück in unser Bed & Breakfast. Am Abend gehen wir wieder ins Ristochicco essen.
Zusammenfassung und Karte:
- ca. 12 km zu Fuß
- 111 Euro ausgegeben
- Sehenswürdigkeiten: Petersdom, Mark-Aurel-Säule, Trevi-Brunnen, Santa Maria degli Angeli e dei Martiri
- weitere Bilder
Rom 2010 – Tag 5 auf einer größeren Karte anzeigen
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